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Die Angst vor nächtlichen Unterzuckerungen schläft immer mit

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In einem meiner letzten Beiträge habe ich über das Problem von hohen Blutzuckerwerten am Morgen gesprochen. Heute schreibe ich über die Angst vor nächtlichen Unterzuckerungen. Und wie beides zusammenhängt.

Hypoglykämien spielen im Leben von Diabetikern leider eine sehr tragende Rolle – auch für Angehörige. Mehr als 40 Prozent aller Diabetiker in Deutschland sorgen sich wegen eines Unterzuckerungs-Risikos in der Nacht. Und die Zahl der Diabetiker, die aufgrund von nächtlichen Unterzuckerungen in einer Notfallbehandlung versorgt werden mussten, steigt kontinuierlich. Je älter Diabetiker sind, desto höher sind die Gefahren und je höher ist auch die eingebüßte Lebensqualität. Nachwirkungen von nächtlichen (unbemerkten) Unterzuckerungen bemerkt man am Folgetag meist durch Kopfschmerz, Verlust von Energie und Vitalität sowie ein schlechtes Gedächtnis.

Ohne ständig nachts seinen Blutzuckerwert zu kontrollieren – obwohl dies hin und wieder ratsam ist – können Fragen helfen, um mögliche Unterzuckerungen in der Nacht zu identifizieren:

Sind in den letzten Wochen bei mir Schweiß-Schübe aufgetreten?
War ich am Tag sehr häufig müde oder hatte ich starke Probleme mit meiner Konzentration?
Habe ich am Morgen hohe Morgenwerte?

Die Ursachen sind in der Regel:

eine zu geringe Nahrungszufuhr über den Tag bei gleichbleibender Basal-Rate
ungewöhnlich intensive körperliche Belastung
Insulin-Überdosierung bei Gewichtsabnahme
Jahreszeit und Temperatur haben Auswirkung auf die Insulin-Sensivität

Was kann man also dagegen tun? Klare Antwort: Sinne schärfen und seinen Tag und Körper ständig im Fokus haben: Essgewohnheiten, Gewichtskontrolle, Sport, Stress notieren. Nur eine vollständige Dokumentation kann helfen, Probleme zu erkennen und Lösungen zu finden.

Alle Diabetiker wünschen sich immer eine einfach, eine sichere Therapie – ohne nächtlichen Hypoglykämien. Bei mir traten vor kurzem ein paar dieser Nebenwirkungen auf, so dass ich beim nächsten Besuch meines Diabetologen nach einem anderen Basal-Insulin fragen werde – eines, das eine stabile blutzuckersenkende Wirkung vorweist mit einer langen Wirkdauer. Ausprobieren!

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