Home / DIABETIZER-Blog / Wie ich starke Blutzucker-Schwankungen vermeide – und was die Ursachen sind

Wie ich starke Blutzucker-Schwankungen vermeide – und was die Ursachen sind

blog9

Manchmal scheint mein Blutzuckerspiegel trotz meines Langzweitwerts von 6,3 doch zu machen, was er will. Und Manchmal kann ich mir das auch gar nicht erklären. Aber eigentlich sind es immer dieselben Gründe.

Ich gehe abends mit einem normalen Blutzuckerwert in die Koje – und nachdem der Wecker klingelt und ich in die Küche tappere, trifft mich der Schlag. Habe ich irgendetwas verpasst? Vielleicht gehöre ich doch zu den Schlafwandlern und leere nachts meinen Süßigkeitenschrank. Nach dem Schreck bereite ich mein Müsli vor – same procedure as every day. Aber nach einer Stunde bemerke ich den Unterzucker und muss zwei bis zwei Traubenzucker-Plättchen hinterherwerfen.

Jeder Diabetiker, besonders wir Typ-1-Diabetiker, kennen dieses Hoch und Runter wohl zu genüge. Ich habe folgende Liste für mich zusammengestellt, die mir hilft, das Problem zu Umkreisen und besser gewappnet zu sein:

Stress

Bei mir auf Platz 1 meines Rankings: Emotionaler Stress, aufgeschobene Erledigungen, erhöhtes Arbeitsaufkommen im Job. Stress macht sich bei mir immer sofort bemerkbar. Meine persönliche Lösung: Genau identifizieren, wenn der Stresspegel steigt – und dann die Basalrate erhöhen.

BE falsch eingeschätzt

Ein ständiger Kampf, und zur Perfektion werde ich es wohl auch nicht mehr hinbekommen. Beizeiten schule ich meinen Blick für Kohlenhydratmengen, in dem ich Reis, Nudeln oder Brot abwiege und die Menge bestimme. Eine Auffrischung und die Lektüre von Tabellen mit Portionsgrößen sind auch immer sehr hilfreich.

Nicht zu vernachlässigen ist auch der Fettanteil in einer Mahlzeit: Wie ich in einem meiner Artikel erklärt habe, verzögert Fett den Transport aus dem Magen, so dass Unterzuckerungen auftreten können. Andererseits wird ein Teil des Fettes in Zucker umgewandelt, so dass Stunden nach der Mahlzeit Überzuckerungen auftreten können. Hier sollte man nachspritzen.

Krankheiten

Zuckerschwankungen können auch erste Anzeichen für einen aufkeimenden Infekt sein. In sich hinein hören und ein paar Tage abwarten – dann bin ich meist schlauer.

Gewebsverhärtungen

Ich gebe es zu: ständiges Nadelnwechseln ist nicht meine Paradedisziplin. In vielen Fällen bilden sich am Bauch Verhärtungen, so dass das gespritzte Insulin nicht optimal verwertet wird und sich quasi staut. Hier sollte ich mich ständig an meinen Freund Robin erinnern, der vorbildlich wie er ist immer seine Nadel wechselt – und auch die Injektionsstelle ständig wechselt.

Mangelnde Bewegung

Die Insulinwirkung steigt mit meiner körperlichen Aktivität. Nachdem der Neujahrskater und die Völlerei zwischen den Jahren beendet wurden, und der Sport in meinen Alltag wieder Einzug erhielt – ja, dann hüpften meine Blutzuckerwerte nicht mehr freudig um sich herum. Jedoch sollte man hier auch immer vor und nach dem Sport seinen Wert messen und gut einschätzen und seine Traubenzucker-Plättchen immer griffbereit haben.

Lies auch

HDL-Spiegel steigern?! Ran an den Fisch!!!

© Mara Zemgaliete / Fotolia Jeder, der an Diabetes leidet, hat ein erhöhtes Schlaganfallrisiko, das …

Zur Werkzeugleiste springen