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München Marathon 2015

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Nun sind seit meinem Marathon Nummer vier schon wieder über zwei Wochen vergangen. Die positiven Erinnerungen sind geblieben – kein Wunder, schließlich bin ich neue persönliche Bestzeit gelaufen.

Bereits die Woche vor dem Marathon (ver)lief so wie es im Buche steht. Denn ich fühlte mich ständig müde, spürte ein vermeindliches Kratzen im Halse und trank eine Tasse Tee nach der anderen. Sprich, ich dachte wirklich, ich könnte nicht starten, weil eine herbstliche Erkältung meinen Körper heim gesucht haben könnte. Diese Pseudosymptome sind typische Nervervositätssympotme vor einem Marathon.

Selbstverständlich wurde ich nicht krank – immer das gleiche mit diesen Läufern ? – und der Marathontag kam. Ein paar Tage zuvor hatte mich eine Freundin ermahnt, ja nicht zu schnell loszulaufen. Wir hatten uns geeinigt, dass ich die Strecke zunächst mit einer pace (also das Lauftempo) von 5:10 min/km angehen werde.

Am Marathontag selber lief es dann einfach. Natürlich wäre ich nach dem Start am liebsten ein viel höheres Tempo gelaufen – so wie bei meinen Wettkämpfen mit kürzerer Distanz auch. Aber dann würde es hinten raus nicht reichen. Also schaute ich immer wieder auf meine Laufuhr und zwang mich, nicht zu schnell zu laufen. Irgendwann hatte ich mich an das Tempo gewöhnt und es lief und lief und lief. Nach dem Halbmarathon konnte ich mein Tempo erhöhen. Ich hatte einfach ein super gutes Gefühl und war vielleicht sogar im Runners High. So flogen die Kilometer nur so vorbei und nach 30 eher nicht so spannenden Kilometern ging es endlich in Münchener Innenstadt, wo auch das Publikum (endlich ? ) bebte.

Die Tatsache, dass ich diesmal die Taktik des sogenannten Negativsplits nicht nur im Kopf verfolgte, sondern auch an meine Füße weitergeleitet und umgesetzt habe, ist – denke ich – ein Grund für meinen Erfolg beim München Marathon. Nicht nur, dass ich mir damit meine Kräfte gut einteilte, vielmehr gab es mir auch während des Rennens mentale Stärke. Und da ist verdammt wichtig: der Kopf muss wollen, denn irgendwann kommt der Punkt, an dem die Beine nicht mehr wollen. Dieser Punkt setzte bei mir dieses mal erst bei etwa Kilometer 36 ein, womit ich sehr zufrieden war. Meine Power im Rennen verdanke ich auch mit meiner exzellenten Betreuung durch meinen älteren Bruder, der als persönlicher Marathonfotograf fungierte und mich professionell mit Motivation und Gels versorgte. Danke!

Sicher geht nun der ein oder andere davon aus, dass bei einem so guten Rennen auch die Blutzuckerkurve top lief. Das kann ich leider nicht unterschreiben. Ich will es mal so formulieren. Ich hatte das Gefühl auf einem hohen Niveau zu laufen. Mein Blutzucker tat es mir gleich. Wie vor jedem Wettkampf hatte ich Sorge, dass der Start-BZ zu niedrig sein könnte. Also aß ich eine dreiviertel Stunde vorm Start noch einen Schokoriegel. Unmittelbar bevor es losgehen sollte, konnte ich den selbstverursachten Gipfel auf meinem CGM entdecken. Also korrigierte ich ganz vorsichtig mit 0,2 Einheiten. Mit den ersten Kilometern fiel der BZ etwa auf das Niveau von 250. Obwohl ich wirklich oft ein Gel und Isogetränke zu mir nahm, blieb der BZ für den Rest des Rennens stabil und fiel nicht ab. Im Nachhinein denke ich, dass mir genau diese Stabilität die nötige Power gegeben hat und ich aufgrund all dieser Faktoren nach 3:37:29 das Ziel erreichen konnte.

Nur zwei Wochen später – also gestern – war ich beim Frankfurt Marathon. Keine Sorge, nicht zum Laufen (damit muss ich leider noch warten, da ich – hoffentlich nur – wegen einer Überlastung am Fuß momentan pausieren muss) zum Zugucken und Anfeuern von Arne Gabius und Lisa Hahner dort gewesen bin. Wahnsinn, was für eine Leistung die beiden auf die Beine gestellt (oder eher gelaufen) haben. Jetzt habe ich Marathon auch mal von einer anderen Seite kennengelernt – Anfeuern macht auch Spaß

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