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Wie Diabetiker Infekte am besten im Auge behalten

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Eigentlich ist die Zeit für Erkältungen und Infekte längst vorbei. Eigentlich. Doch wie das Schicksal so wollte: Anfang April stand auch bei mir eine Erkältung an. Und für mich als Typ-1-Diabetiker heißt es dann immer: aufpassen. Denn Bakterien lieben Zucker.

Es macht keinen Spaß – und dann kommt noch der Diabetes hinzu
Erschöpfung, vermehrter Appetit, Schlaflosigkeit: Jeder, der an einer Erkältung „leidet“, weiß, dass man so etwas gar nicht braucht. Und jeder Diabetiker hat zudem noch mit einem erhöhten Anstieg seines Blutzuckerspiegels zu kämpfen. Da kann es sein, dass die Dosis des Insulins doch mal das Doppelte der üblichen Menge übersteigt. Engmaschiges Kontrollieren – auch nachts – hilft und kann vor brenzligen Situationen schützen.

… und dann noch der Stress
Schon während meiner damaligen Schulungseinführung in die weite Welt des Diabetes wurde mir intensiv eingebläut: Bei Erkältungen und anderen Infektionskrankheiten ist erhöhte Aufmerksamkeit nötig. Denn einerseits schwächt Diabetes das Immunsystem und die körpereigenen Abwehrkräfte. Und andererseits werden Pilze und Bakterien magisch angezogen, wenn bereits hohe Zuckerwerte vorliegen.
Nicht nur, dass eine Erkältung für den Körper generell Stress bedeutet. Hinzu kommt, dass der Körper Stresshormone wie Cortisol ausschüttet. Das ist ein körpereigenes, lebenswichtiges Hormon, dass unseren Körper vor Folgen von starkem Stress oder eben Infektionen schützt. Cortisol wird in der Nebennierenrinde gebildet und hat unterschiedliche Wirkungen – unter anderem schränkt es die Wirksamkeit von Insulin ein und fördert die Produktion von Zucker. Gerät unser Stoffwechselsystem also bei einer Infektion aus den Fugen, bremst die vermehrte Ausschüttung von Cortisol die Wirkung des Insulins ein.
Beachtet werden muss allerdings dabei, dass die Wirkung von Cortisol über den Tag unterschiedlich ist: Am geringsten ist die Ausschüttung um Mitternacht, am Morgen allerdings schnellt es in die Höhe und erreicht Spitzenwerte, was zu morgendlichen Anstiegen des Blutzuckerwertes führt.

Jeder Körper reagiert anders auf Infektionen – besonders bei Diabetes
Ob man nun an Diabetes erkrankt ist oder nicht: Jeder Körper geht mit Infektionen anders um. Typ-1-Diabetiker benötigen – je nach Schwere der Infektion – das Doppelte der üblichen Menge an Insulin. Auch bei Typ-2-Diabetikern ist häufig eine zusätzliche Insulin-Therapie erforderlich. Werden zusätzlich Medikamente wie zum Beispiel Antibiotika eingenommen, kann es im Zusammenhang mit der Wirkung der Diabetes-Medikamente zu erhöhten Werten kommen. In beiden Fällen ist es also ratsam, gemeinsam mit dem Diabetologen geeignete Therapieschritte zu besprechen.

Diabetizer hilft
Dank unserer Lösung kann ich genau überprüfen, an welchen Tages- und Nachtzeiten welche Blutzuckerwerte vorliegen. Grafiken demonstrieren anschaulich, an welchen Punkten es hakt, wie meine Werte wann auf Medikamente reagiert haben und ob ich meine Therapie anpassen muss. Dank der aussagekräftigen Auswertung haben meine Diabetologin und ich eine gute Grundlage, um die weiteren Schritte abzustimmen. Und das Beste daran ist: Ich kann es mit ihr per Telefon oder auch per E-Mail besprechen – aus dem Krankenbett.

 

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